Die gruselige Vergangenheit Hamburgs
Zähneklappern, Schrecken, Modergeruch, überall düstere, Grauen erregende Gestalten – nein, ausnahmsweise ist mal nicht die Rede davon, was man alltäglich in unserer Redaktion zu Gesicht bekommt. Vielmehr trifft das Gesagte auf einen Ort zu, der für unseren nächsten Betriebsausflug ganz oben auf der Auswahlliste steht: das Hamburg Dungeon, seines Zeichens Gruselausstellung und Lokalgeschichtsstunde in einem.

Hamburg ist allerdings nicht die einzige Stadt, die mit einem schaurigen Zusammenspiel von Fahrattraktionen und Show aufwartet – auch in London, Amsterdam, York und Edinburgh gibt es Dungeons mit entsprechenden lokalen Besonderheiten. Eines haben die Dungeons jedoch gemein: sie widmen sich der thematischen Aufbereitung besonders beängstigender historischer Ereignisse. Im Hamburger Dungeon gibt es in dieser Hinsicht ab den kommenden Ostertagen eine neue Schauerattraktion. Zu den bisherigen Publikumsmagneten – genannt seien die Hinrichtung Klaus Störtebekers, der große Brand von 1842 und der Sturz in die Hölle – gesellen sich nun Moorleichen, die thematisch mit der bereits bestehenden Attraktion “Sturmflut 1717″ einhergeht. Im Dezember vor knapp 300 Jahren wurde der Norden Deutschlands nämlich von einer gewaltigen Naturkatastrophe heimgesucht, die als Weihnachtsflut in die Annalen einging und die Hansestadt buchstäblich im Schlamm ertrinken ließ. Das Hamburg Dungeon schickt seine Besucher nun auf Entdeckungstour durch die zum Sumpfland gewordene Stadt – Moorleichen inklusive, die sich nicht unbedingt durch einen appetitlichen Anblick auszeichnen. Damit die schaurige Geschichtsstunde besonders plastisch wird und Gänsehaut garantiert ist, wurde mit viel Liebe zum Detail besonderer Wert auf Spezialeffekte gelegt.
Starke Nerven braucht man beim Besuch des Hamburg Dungeon übrigens schon vor dem Betreten, denn wie andere Gäste bereits feststellen mussten, gibt selbst die Eingangstür Geräusche von sich. Wer die Furcht erregende Schaustellung in der Hansestadt ohne Herzinfarkt oder sonstige Schäden überstanden hat, kann sich übrigens in der facebook-Gruppe des Hamburg Dungeon mit Gleichgesinnten austauschen. Offenbar lohnt sich der Abstecher in die düstere Vergangenheit: im Hamburger Empfehlungsportal tipdoo hat das Dungeon von zahlreichen Besuchern durchweg positive Bewertungen erhalten.
Da unser Redaktionsalltag bis auf sehr seltene Ausnahmen jedweder Höllenqualen entbehrt, sollten wir uns wohl bald im Hamburg Dungeon das Gruseln lehren lassen. Einen kurzen filmischen Vorgeschmack auf die kurzweilige Geschichtsstunde im hohen Norden haben wir uns schon mal zu Gemüte geführt. Moorleichen, zieht euch warm an, wir kommen!




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