Zwischen Genie und Wahnsinn?
Michael Jackson gehörte fraglos zu jenen Figuren des Showbizz, zu denen man ein äußerst ambivalentes Verhältnis hat. King of Pop mit (auch wenn man nie einen wirklichen Bezug zu diesen hatte) zugegeben bahnbrechenden und einzigartigen Liedern einerseits, äußerst pikante, groteske und zweifelhafte Geschichten aus dem semi-privaten Leben des Weltstars andererseits. Unabhängig von jeglichen subjektiven Einschätzungen und Einstellungen, die man gegenüber dieses Mannes vertritt, ob man mit ihm eher das musikalische Genie oder eine tragischtraurige Gestalt assoziiert, sollte man - insbesondere erst wenige Stunden nach seinem Tod - Sensibilität, Fingerspitzengefühl in der Wortwahl und dadurch Mitgefühl für die zahlreichen Fans walten lassen. Und ebenso berichterstatten. Also es insgesamt anders als Spiegel Online machen.

Da man wohl selbst erkannt hat, wie dermaßen anti-taktvoll, um nicht zu sagen total bescheuert geschmacklos diese Überschrift daherkommt, wurde sie schnellstens korrigiert. Nur leider nicht verbessert.

Das hätte man sich kneifen können. Genau wie den letzten Satz des SpOn-Textes.
Aber gut, anstatt solche journalistischen Ergüsse über sich ergehen zu lassen, kann man auch anders gedenken und die Woche mit Beat-it-Black-or-White-Dirty-Diana-and-so-on ausklingen lassen. R. I. P. King of Pop.


Dezember 4th, 2009 at 20:16
Was erwartest du auch von SpOn? Vor allem Marc Pitzke, der Autor, ist leider nicht sehr überzeugend… schade drum - interessiert jetzt im Dezember aber eh niemanden mehr. So schnell vergeht die Zeit ;)