Der blaue Indianer ist leer ausgegangen. Also in den entscheidenden Kategorien. Schade, mögen die einen sagen: Es war doch ein ach sooo spektakuläres Seh- und Kinoerlebnis. Berechtigt, sage ich. Zehn Jahre meisterwerksvorbereitende Kreativarbeit und rausge- kommen ist eine Geschichte zum Einschlafen, ein uninspirierendes Pocahontas-auf-Pandora-Filmetwas.* Die Effekte… Ich weiß! Aber Kino kann in 140 Minuten wahrlich so viel mehr bieten. Zum Beispiel Geschichten, Charaktere, Emotionen…
Es wird zugegebenermaßen ein bisschen Schadenfreude sowie ein Hauch von feministischer Bestätigung dabei sein, aber: Ich freu mich! In der langen Geschichte des Hollywood-Goldjungen hat zum ersten Mal eine Frau den begehrten Regie-Preis gewonnen. Und sich damit durchgesetzt - und gezeigt, dass Zahlen, Einspielerlöse und 3D-Brillen vielleicht doch nicht alles in der Kinowelt des beginnenden 21. Jahrhunderts sind.
Aber nicht nur das lässt des Kinofreunds Herz höher schlagen: Ein lautfreudiges Juhu! rufen wir dem Christoph entgegen. Der Oscar für ihn ist nicht nur ein Grund, die Preisverleihung als Ganzes endlich mal wieder toll zu finden, sondern vor allem dieses großartige Stück Filmmusik anzuschmeißen und heute mindestens zehnmal zu hören**.
Und last but not least: Heut ist auch noch Internationaler Frauentag, blauer Himmel und Sonnenstrahlen deuten Frühling an und eine Kollegin hat zum Vertreiben des montäglichen Trübsals frischgebackene Brownies mitgebracht. Na bitte, das kann doch nur eine famose Woche werden!
* Hach, Meinungsblog, ich mag dich einfach.
** zumindest bis zu Minute 2:20…
Diamonds are a girl’s best friend? “So’n Quatsch” möchte man ob der kollektiven Verzückung seitens der weiblichen Hälfte der Bürobrigade in der heutigen Mittagspause rufen. Wer braucht schon irgendwelche funkelnden Klunker, wenn es doch solch visuell-attraktiven Online-Content wie den der Wrangler-Website gibt. Es braucht eben doch nicht viel, um eine Meute aufgedrehter Mädels nicht nur in Entzückung, sondern auch in eine schmachtende Stille zu versetzen. Klicken und (Aus-)ziehen, ein großartige Idee! Standing Ovations für diese überzeugende Webpräsenz.
Ganz Deutschland hat von der winterkältebedingten roten Nase buchstäblich die Nase voll. Ganz Deutschland? Nein! Eine von unbeugsamen Jecken bevölkerte Karnevalsregion hört nicht auf, sich freiwillig die Faschingsnase anzupappen und den gemeinen “Alaaaaf!”-Krakeeler zu geben. Gut, ihr Widerstandskämpfer in deutschen Karnevalshochburgen: Helau! Helau! Turn your Pappnase on - wie es ein großer, leider noch völlig unbekannter deutscher Philosoph und Denker zu sagen pflegte.
Neidisch - nicht auf die Nasen, sondern auf das Drei-Tage-wach-Partyfeeling - bleibt uns, dem nüchternen anderen Teil der Republik, an einem Tag wie diesem nichts anderes übrig, als sich mit Stoff vom Pfannkuchendealer des Vertrauens einzudecken, den Tetzlaff-Klassiker einzuschalten, um somit der gewohnt mürrischen Montagslaune einmal den Garaus zu machen. Eine weitere Möglichkeit ist die Partizipation an der virtuellen Polonaise, wie sie die neue, wie immer schicke Spoonfork-Ausgabe bietet. Alles gut und schön, es geht selbst am Rosenmontag aber viel profaner: Man kann auch einfach entspannt weiterarbeiten. Helau helau…
Natürlich, Leipzig ist für so einiges bekannt. Ich will hier gar nicht vom Mendelssohn oder der Lerche anfangen. Und schon gar nicht vom Allerlei. Exemplarisch genannt seien hier nur einmal die sich vor allem durch ihre x-Beinigkeit und ordentliche Hüftfleischigkeit auszeichnenden Autofahrer oder die mit überproportional großem Vorbau ausgestatteten Seniorinnen. Kennt man. Charakteristisch für diese Stadt sind zudem unsere Gäste: Eigentlich nur Texaner, das aber soweit das Auge reicht. Soweit alles nichts Neues.
Schön ist vor allem, wenn eine Stadt, die sich kunst- und designtechnisch - ich werf hier mal nur HGB, Designers’ Open oder Bildermuseum in den Raum - so einiges auf die Fahne schreibt, die hier lebenden Individuen möglichst naturgetreu und realistisch darstellt. Sagen wir einmal für die verschiedenen Tarifzonen der hiesigen Verkehrs- betriebe.
Man möchte es nahezu mit Ernst Reuters Worten grenzenüberschreitend herausbrüllen: “Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt!” Was Leipzig betrifft, schaut jedoch bitte nicht auf die neue Website der LVB. Ihr könntet es euch anders überlegen mit einem Besuch an der Pleiße.
Nichts erfordert einen solch exorbitantstarken Willen wie das Herauskriechen aus dem Bett am Montag morgen. Einzig menschliche Stärke befähigt dazu, es bei der 17ten Snooze-Betätigung des Weckers zu belassen und den ersten Schritt Richtung Dusche, den zweiten Richtung Kaffeemaschine und den dritten Richtung Arbeitsplatz zu machen. An manchen Montagen, vor allem wenn sie den Schlussstrich unter ein excellentes Wochenende - zum Beispiel mit Wonderwall-singenden Hasen - setzen, nützen weder hochgradig gutgelaunte Kollegen noch die Boomtown Rats, um den notwendigen Schwung für den bevorstehenden Zeitabschnitt a.k.a. die Arbeitswoche zu bekommen. Ein schier unlösbares Problem, es sei denn, ein schmissiger Elektropop-Hund läuft einem über den Weg. Das beste, was mir heute morgen passieren konnte. Hallo Woche, aus dir kann doch was werden.
Der Corporate Media Blog begleitet den Corporate Media Channel als Redaktionsblog. Hier posten die Autoren Kuriositäten aus ihrem Arbeitsalltag, geben das eine oder andere interne Schmankerl zum Besten - und schauen immer mal ein wenig über den Tellerrand der Unternehmenskommunikation.
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