Feldversuch statt Feldsalat

Ursprünglich wollte ich ja eine Pro-und-Contra-Liste erstellen: Was spricht für den Döner und was sind die Argumente, die für den Verzehr eines Dürüms sprechen? Dem sollte sich natürlich noch eine ausführliche historische Darstellung dieser kulinarischen Begleiter unseres Alltags anschließen, auf dass der Empirie noch ein zusätzlicher NährMehrwert gegeben sei. Aber wie pflegte meine Großmutter stets zu sagen: „Probieren geht über Studieren“. Und so zwang ich meine Kollegen, an dieser meiner Studie teilzuhaben. Zu Fünft ging es also zum Dönerdealer um die Ecke.
Der erste Punkt ging recht schnell an den Dürüm, da sich eine knappe Mehrheit für diese Form des in Salat gehüllten Fleisches entschied. Nächster Punkt ging abermals an die gewickelte Version – einer der Döner-Probanden konnte erst mit zweistündiger Verspätung sein Mahl beginnen, da sich erst einmal eine Strategie zur Bewältigung dessen erdacht werden musste, was da so alles in das Fladenbrot reingeschaufelt wurde. Das bringt uns aber gleich zum nächsten Bewertungskriterium – die Quantität: Das Konzept des Döners ist eher offenherzig angelegt und daher kann man ´ne Heugabel Kraut und Co da unterbringen. Der Dürüm ist dann eher der verschlossene Typ, der der Füllung eine natürliche Grenze gibt. Also Punkt für´s mehr als Sattwerden an den Döner. Ach und da verteilen wir doch glatt noch ´nen Sympathiepunkt für positive Ausstrahlung und Optik. Also ein schiedlich-friedliches Unentschieden. Dabei belassen wir es doch einfach.
Und wo wir einmal bei der Auflistung von Argumenten sind, für den Praxisversuch spricht eines auf jeden Fall: Man ist hinterher deutlich gesättigter als nach einer theoretischen Untersuchung.
Danke den teilnehmenden Probanden.


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