Von Bierkisten, Briefkästen und Suchmaschinen
Hand auf’s Herz: Was sich bei mir - karmatechnisch betrachtet - schon an guten Taten für den Erhalt des Planeten angesammelt hat, reicht mittlerweile locker für ein Fünftel der Flora Venezuelas. All die Biere, die den Regenwald im Alleingang retten, all die Suchanfragen im Netz, die zur Stunde 635.274,4 m² tropischen Baumbestand vor der Rodung bewahrt haben, all die Kilometer, die mich mein Fahrrad bei Wind und Wetter von A und B gebracht hat. Aber “das ist”, wenn man an dieser Stelle Tarkowski zitieren möchte, “zu wenig”. Obwohl “Green” inzwischen fast schon Buzzword-Charakter besitzt, weisen wir an dieser Stelle gern auf die Aktion “Mach’s grün” hin. Mitmachen versteht sich von selbst.

Klartext: kaufda.de, ein Portal, das Werbeprospekte aus dem Offline-Briefkasten verbannt und Online zur Verfügung stellt, neutralisiert mittels der Kampagne die CO2-Emission von Blogs. Rechnerisch löst sich das so auf:
“Nach einer Studie von Dr. Alexander Wissner-Gross, Umweltaktivist und Harvard-Pyhsiker, verursacht eine durchschnittliche Internetseite ca. 0,02g CO2 pro Seitenaufruf. Angenommen ein normaler Blog besitzt 15.000 Seitenaufrufe im Monat, ergibt dies einen jährlichen CO2-Ausstoß von 3,6kg. Zurückzuführen ist dieser Wert hauptsächlich auf den immensen Stromverbrauch, der durch die Nutzung von (Groß-)Rechnern, Servern und deren notwendige Kühlung anfällt.”
Für jeden Blog, der die Aktion unterstützt, wird in Zusammenarbeit mit “I Plant a Tree” ein Baum in Deutschland gepflanzt. Damit wird die CO2-Emission eines Blogs rechnerisch für 50 Jahre neutralisiert und dem globalen Klima ist es relativ egal, wo Emissionen verursacht oder wo welche neutralisiert werden. Somit besteht auch die tatsächliche Chance, dass der Spaten wirklich und nachprüfbar angesetzt wird. Finden wir doch prima und geben den Staffelstab natürlich gerne weiter. Mitmachen tut nicht weh.



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